Die große Grazer Fußballblase

Stadtleben | Überblick: Johann Skocek | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Seltsame Verträge, Schwarzgeld und Eifersucht auf Sturm Graz: Hintergründe zum GAK-Prozess

Es war im Frühjahr 2007 und die Euro noch ein gutes Jahr entfernt. Der Grazer Athletiksport-Klub, kurz GAK, war pleite. Mit knapper Not hatte der Verein einen 20-prozentigen Ausgleich hinter sich und raste in einen Tunnel, dessen Ende noch heute nicht in Sicht ist. Die Bundesliga hatte ein Urteil der Fifa und des Internationalen Sportgerichtshofes exekutiert und dem GAK sechs Punkte abgezogen, da der Verein seinem ehemaligen Spieler Daniel Kimoni Geld (rund 100.000 Euro) schuldig geblieben war. Zwölf Tage später wurden dem GAK weitere zehn Punkte wegen Insolvenz und nochmal zwölf wegen Verstoßes gegen die Lizenzbedingungen weggenommen. Der Klub holte die Punkte vorübergehend mit einer einstweiligen Verfügung zurück.

Die anderen Vereine der Bundesliga drohten daraufhin mit einer Art "Sammelklage“, weil die Fifa sie aus den europäischen Klubbewerben auszuschließen drohte, falls der GAK nicht


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