Das ferne Rumpeln des D

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Die Passage-Macher haben jetzt noch eine Passage am Ring. Für Alte

Was spricht eigentlich gegen die szenegastronomische Nutzung einer stillgelegten Fußgängerpassage in allerbester Citylage? Eh nichts. Warum polarisiert die neue Albertinapassage dann trotzdem so? Schwer zu sagen, im Folgenden daher der Versuch, das Für und Wider dieses keineswegs unwichtigen Lokals abzuwägen - ohne den Anspruch auf Objektivität natürlich.

Was in der Albertinapassage wirklich lässig ist: Wien hatte zuvor keinen Club in diesen Dimensionen, mit Livemusik, mit ansprechender Bar, mit anspruchsvollem Essen, und somit - da sind sich alle einig - ist es fein, dass es diesen jetzt gibt. Die Anmutung ist prächtig, eine strahlend weiße Bühne/Bar in futuristischer Formgebung, eine durch Spiegel und Licht geschickt verschleierte Dimension, man ist unweigerlich beeindruckt, hat das Gefühl, die finsteren Sitznischen ziehen sich unterirdisch bis zum Schwarzenbergplatz. Wohliger Schauer schierer Größe, sehr fein.


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