Kolumne  Außenpolitik

Zündeln am Pulverfass: nach den Morden von Teheran

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Es ist eine kritische Konstellation: Die Spannungen um das iranische Atomprogramm erreichen in diesen Wochen einen Höhepunkt. Alle Zutaten für einen bewaffneten Konflikt sind vorhanden, dessen Auswirkungen Europa zu allererst treffen würden. Selbst jene, die nicht an die Wirksamkeit von Sanktionen glauben und die Zeit davonschwimmen sehen, wie die israelische Regierung, können sich keinen Vorteil daraus erwarten.

Ermordete Wissenschaftler, abgeschossene Spionagedrohnen, Computerviren und Ölembargo: ein explosives Gemisch, das schon ein kleiner Zwischenfall zur Detonation bringen könnte.

Der junge Abteilungsleiter der Urananreicherungsanlage von Natans, dessen Auto Mitte Jänner in die Luft gejagt wurde, ist das vorerst letzte Opfer. Vor ihm wurden mindestens fünf weitere Wissenschaftler umgebracht, andere desertierten in den Westen. Im November starb der leitende General des Raketenprogramms bei einer Explosion auf einer Militärbasis.

Es liegt in der Natur von Geheimdienstoperationen,


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