Der Schul-Abwehrkampf der neuen Mittelschicht

Politik | Rezension: Heidi Schrodt | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Die Gewinner der Bildungsexpansion der 70er- und 80er-Jahre verteidigen ihre Pfründe gegen soziale Randgruppen und Migranten

Wer kennt sie nicht, sei es aus eigener Erfahrung oder aus dem Freundeskreis: Die Unsicherheit, oft auch Panik, die ausbricht, wenn es um die Schulwahl der Kinder geht. Man könne nicht früh genug mit der Suche beginnen, sagt das schlechte Gewissen. Schon der Kindergarten will gut überlegt sein, Volksschule ist nicht gleich Volksschule, und an der Entscheidung für die richtige AHS scheint das gesamte Lebensglück der Kinder zu hängen.

Besonders in den Städten nimmt diese Entwicklung zuweilen schon groteske Formen an. Das war noch vor ein bis zwei Generationen ganz anders - Kriterien wie gute Erreichbarkeit standen an vorderster Stelle, und wenn sie nicht einen sehr schlechten Ruf hatte, fiel die Entscheidung meist zugunsten der "Schule ums Eck“ aus.

Was ist seither geschehen? Genau damit befasst sich der Sozialforscher Heinz Bude, Inhaber des Lehrstuhls für


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