Der neueste der alten Meister

Medien | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Der US-Künstler Jeff Koons kam für ein paar Stunden nach Wien, um im Kunsthistorischen der Venus von Willendorf zu huldigen

Es war ein großer Auftritt. Der US-Künstler Jeff Koons, berühmt für seine Monumentalisierung des schlechten Geschmacks und Auktionsrekorde, kam für wenige Stunden nach Wien, um im Kunsthistorischen Museum an einem Podiumsgespräch teilzunehmen. Mitfinanziert wurde die Plauderei durch die Open Dialog Foundation, die sich den Aufbau der Demokratie in posttotalitären Gesellschaften zur Aufgabe macht.

In der Kuppelhalle des Museums, unter den Büsten der habsburgischen Kunstmäzene, holte der Mann mit der sanften Stimme eines Hypnotiseurs aus, um seinen Werdegang vom fünfjährigen Zeichenschüler zum Superstar Revue passieren zu lassen. Als würde er aus einem Ergänzungsband zu Giorgio Vasaris Künstlerviten vorlesen, schilderte er sein frühes Interesse für französische Rokokomalerei, die er in Kinderjahren kopierte.

Jeff Koons ist Benvenuto Cellini, vielleicht


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