Der Jäger des verlorenen Schatzes

Feuilleton | Porträt: Matthias Dusini | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Der Schriftsteller Adolf Opel bewahrt das Vermächtnis von Adolf Loos. Und teure Erinnerungen an Ingeborg Bachmann

Der Architekt Adolf Loos war auch ein Publizist von Weltgeltung. Ende 20 veröffentlichte er Aufsätze in der Neuen Freien Presse. Später wurde er als Vortragender bekannt, in denen er den in seinen Augen barbarischen Lebensstil der Wiener geißelte. Als er 1933 verarmt und einsam starb, waren zwei Sammelbände auf dem Markt, lange Zeit die einzigen verfügbaren Dokumente des brillanten Rhetorikers.

Wer sich mit den Schriften von Adolf Loos beschäftigt, kommt an dem Namen Adolf Opel nicht vorbei. Der 1935 in Wien geborene Schriftsteller und Journalist gab vor zwei Jahren die gesammelten Schriften heraus, nachdem er bereits Anfang der 80er-Jahre mit der Publikation der vergriffenen Texte des Architekten begonnen hatte.

"Ich bin damals in ein Wespennest gestoßen“, erinnert sich Opel an seinen Einstieg in die Forschung. Die Wiederentdeckung von Loos als einer Leitfigur der Moderne


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