Der Verdi des kleinen Mannes

Feuilleton | Vorschau: Heinz Rögl | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Vor der Premiere: Dirigent Ingo Metzmacher über Kurt Weills Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“

Als er Bertolt Brecht kennen lernte, war Kurt Weill bereits ein bekannter Komponist. Er war bei der renommierten Wiener Universal Edition unter Vertrag und hatte erfolgreiche Aufführungen von zusammen mit dem expressionistischen Dramatiker Georg Kaiser verfassten Bühnenwerken hinter sich.

Erster Ausfluss der Zusammenarbeit mit Brecht war 1927 das Songspiel "Mahagonny“, das als Baustein für die 1930 in Leipzig uraufgeführte Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ gesehen werden kann. Die Fertigstellung dieses Opus magnum wurde unter anderem durch die Arbeit an der populären "Dreigroschenoper“ (1928) verzögert.

Die "Mahagonny“-Oper, 1931 auch in Berlin unter Alexander Zemlinsky am Kurfürstendamm und 1932 mit Lotte Lenya im Wiener Raimundtheater aufgeführt, verschwand durch die Nazis aus den Spielplänen. Weill übersiedelte 1933 nach Paris, später nach New York. Das


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