Buch der Stunde

Warum wir leben, wie wir leben

Feuilleton | Stephanie Doms | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Wenn in einem einzigen Atemzug erzählt wird, dass Hummer aufgrund ihrer massenhaften Verfügbarkeit einst zu Dünger verarbeitet wurden und der verarmte Karl Marx mit seiner Haushälterin ein uneheliches Kind zeugte, und wenn die Gemeinsamkeit von Maiskörnern, Autolack und Fußpuder ebenso geklärt wird wie die Frage, warum die Syphilis eine so unangenehme Krankheit ist, muss es sich beim Autor um Bill Bryson handeln.

Wie in einem Sonntagsspaziergang schreitet er in seinen Sachbüchern vom einen zum anderen, wobei er kein noch so kleines Detail übersieht. Als Leser wundert man sich nicht selten, wie es Bryson dennoch gelingt, den größeren Zusammenhang im Auge zu behalten. Zuletzt begeisterte der in England lebende US-Amerikaner mit "Eine kurze Geschichte von fast allem“ (dt. 2005); in heiterem Plauderton erklärt er darin die Komplexität und Faszination des Universums. Selten wurden naturwissenschaftliche Themen in einem Sachbuch liebevoller, humorvoller und besser verständlich


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