7  Sachen die Sie über KUPFER(DIEBE) eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Vergangenes Wochenende legten "Kupferdiebe“ die U4 lahm. Was gibt’s denn da zu holen?

Laut Wiener Linien ein 100 Kilo schweres und 18 Meter langes Kabel.

Und was macht man dann damit?

Na, für den Haushalt werden es die Diebe nicht gestohlen haben. Denen dürfte es um den Rohstoff gehen.

Ach so. Was wären denn 100 Kilo Kupfer wert?

An den Rohstoffbörsen wurde die Tonne Kupfer am Montag dieser Woche mit € 6288,39 gehandelt, das entspricht € 628,38 für 100 Kilo.

Die Diebe gehen damit aber nicht an die Börse, oder?

Eher nicht, Kabel werden in der Regel Schrotthändlern angeboten - allerdings angeblich eher nicht in Österreich.

War der Kupferdiebstahl bei der U4 ein Einzelfall?

Gar nicht, bei den Wiener Linien kommt es ebenso häufig vor wie auf schlecht gesicherten Baustellen. Im Vorjahr entstand den Öffi-Betreibern so ein Schaden von 250.000 Euro. Metalldiebe plündern aber auch Denkmäler.

Und was machen die Wiener Linien dagegen?

Die Wiener Verkehrsbetriebe tauschen schon seit längerer Zeit Kupfer- gegen Aluminumkabel aus. Bei der meist sehr leicht zugänglichen Linie U6 sind, heißt es, fast alle Kabel schon Alu.

Oh, Aluminiumklau lohnt sich nicht?

Offenbar wird jedes Metall mitgenommen. Aber Aluminium, um noch mal einen Blick zur Rohstoffbörse zu werfen, ist weniger wert. Am Montag kostete die Tonne € 1693,24. F


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