Daunenlandschaft

Stadtleben | Stilkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Pelze sind ohnehin verpönt. Aber jetzt beginnt die Daunenjacke zu nerven

Wien, das wird einem meist erst klar, wenn Besucher darauf hinweisen, ist Welthauptstadt der Pelzträger. Vielleicht abgesehen von Sankt Petersburg oder Dubai sieht man selten so viele Damen und Herren (!) mit totem Tier am Leib wie in unserem schönen Städtchen; glücklicherweise nur im Winter.

Glücklicherweise ebenfalls nur winters zeigt sich vor allem im innerstädtischen Bereich seit einiger Zeit noch ein anderes Bekleidungsphänomen: die Daunenjacke. Wobei die Rede hier nicht von der nützlichen wie wärmenden Wintersportortdaune ist. Es geht vielmehr um die Stadtdaune, die gerne auch etwas teurer sein darf und muss. Die Rede ist von der Moncler-Daunenjacke, leicht zu erkennen am stets gut sichtbar am rechten Ärmel angebrachten Logo mit dem frechen Gockel und dem "M“ in Rot-Blau.

Aber auch wer das Logo nicht gleich sieht, erkennt Moncler-Daunenjacken an der vollkommen übertriebenen Glossy-Optik. Die Wet-Look-Jacken,


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