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Prominente Stimmen über das Schicksal Europas

Lexikon | Wolfgang Zwander | aus FALTER 03/12 vom 18.01.2012

Die ungewisse Zukunft der europäischen Integration ist in aller Munde und liefert allenthalben Anlass zur Diskussion, so auch in Wien. Gleich zwei Veranstaltungen finden in den kommenden Tagen statt, die die Krise des Projekts EU zu verstehen suchen. Im Burgtheater debattieren am 22. Jänner prominente Teilnehmer wie die slowakische Regierungschefin Iveta Radicova, der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück und Daniel Cohn-Bendit, Fraktionschef der europäischen Grünen im EU-Parlament; die drei werden der Frage nachgehen, ob die "Einheit Europas in Gefahr“ sei. Der konkrete Problemaufriss des Termins lautet so: Die Krise rund um den Euro habe zu einer tiefen Kluft geführt; nur noch Deutschland und Frankreich würden die Richtung vorgeben, die anderen Staaten fühlten sich dadurch an den Rand gedrückt. Droht also ein Europa der zwei Geschwindigkeiten? Die Namen Radicova, Steinbrück und Cohn-Bendit stehen für das Versprechen einer spannenden Unterhaltung zum Thema; es moderiert Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid.

Die zweite Veranstaltung, die am 25. Jänner im Volkstheater stattfinden wird, steht unter dem Motto: "Revolution now - oder FRIEDen in Europa“. Konkret wird es darum gehen, ob die ökonomische Krise die Demokratie in Gefahr bringe und gewalttätige Ausschreitungen zeitigen werde. Die Frage soll im Rahmen der Ideen des österreichischen Friedensnobelpreisträgers Alfred Herman Fried diskutiert werden, der das Konzept des "revolutionären Pazifismus“ entwickelt hat. Am Podium: der ehemalige Vizekanzler Erhard Busek, Walter Göhring von der Alfred-Hermann-Fried-Gesellschaft und die Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer; moderieren wird die Historikerin und Journalistin Joana Radzyner.

Burgtheater, So 11.00; Volkstheater, Mi 22.00


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