Blick in die Zukunft, kurz vor drei.null

Lexikon | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Ja, wir sind in einem Büro gelandet, in dem Avatare kreiert werden! Von der Decke hängen Kabelsalate, die Computerbildschirme sind riesig, an die Wand werden geometrische Flächen projiziert. Die unterkühlte, grau-schwarze Bühne (Christian Weißenberger) ist also genau so, wie man sich die Zukunft "kurz vor drei.null“ vorstellt. In Claudia Tondls "Entkörperung.Zwei.Null“ treten die Protagonisten Alfa, Betta und Gemma sprachlich und emotional verkümmert auf. Doris Schneiders Inszenierung unterstreicht die Sprachlosigkeit, in dem sie die Avatar-Entwickler wie Roboter sprechen lässt. Ein nerviger und uninteressanter Blick in eine Zukunft, in der, "kann dir sagen, schneller muss“.

SARA SCHAUSBERGER

Kosmos Theater, Fr, Sa, Mi, Do 20.30 (bis 4.2.)


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