Der neue Roman von Daniel Glattauer: ein Schrecken mit Ende

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

"Ewig Dein“? Der Titel des neuen Glattauer-Romans klingt dermaßen altbacken sülzig, dass man in ihm einen versteckten Sinn vermuten muss. So kommt es dann auch nur auf den ersten Blick zu einer Traum-Lovestory, wenn die Lampenhändlerin Judith - Mitte 30, Divine-Comedy-Fan, fesch, gescheit und nicht mehr wirklich auf der Suche nach einem Mann - zufällig (glaubt sie zumindest) auf den Architekten Hannes - optisch unauffällig, aber unfassbar aufmerksam - trifft und sich von seinen Komplimenten einkochen lässt.

Doch schon nach kurzer Zeit engt Judith die übermäßige Zuneigung ein. Hannes steht ständig in ihrem Geschäft, er lauert spätabends vor ihrer Wohnungstür und fragt, wo sie so lange gewesen sei. Obwohl ihre Freunde begeistert sind von Hannes, trennt sich Judith von ihm. Dass man einen so innig liebenden Mann damit nicht los ist, wird ihr bald darauf klar, als seine Stimme sogar aus den Wänden ihrer Wohnung dringt. Judith wirkt verwirrt und landet mehrfach auf der Psychiatrie.


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