Brandsichere Feuerwehrwache

Feuilleton | Architekturkritik: Jan Tabor | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Demoliert und aufgetürmt: Was der Architekt Adolf Krischanitz mit dem 20er Haus anstellte

Das 21er Haus sieht nicht mehr aus wie das 20er Haus. Es sieht aus wie eine Feuerwehrwache aus den 1960er-Jahren. Auch nicht schlecht. Es wurde ein Turm neu hinzugestellt. Die präzis minimalistische Stereometrie seines Korpus und der Schachbrettgeometrie der vorgehängten Dunkel-Hell-Glasfassade geriet zu elegant, als dass man annehmen könnte, hier würden nasse Löschschläuche zum Trocknen aufgehängt. Doch warum nicht? Es stehen viele eindrucksvolle Türme bei den neuen Feuerwehrwachen in Österreich.

Oben werden die Kunstkuratoren sitzen und von da aus Künstler in Richtung 21. Jahrhundert kommandieren. Von hier werden sie gut beobachten können, wer über die Brücke in das Innere des von dem Architekten Adolf Krischanitz renovierten und erweiterten Baukomplexes eindringen will. (Bei der Pressekonferenz zur Ausstellung "Utopie Gesamtkunstwerk“ musste ich mich legitimieren.)

Unten, unterhalb


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