A Frau deaf si ned gengan Haushoid wean

Feuilleton | Theaterkritik: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Unsentimentaler, elektrischer Gemeindebaublues: ein dramatisches Dialektgedicht nach Christine Nöstlinger im Rabenhof

Der Gemeindebau, um den es hier geht, besteht aus 158 Wohnungen, in denen 474 Menschen leben. Vier davon stehen in der Rabenhof-Produktion "iba de gaunz oamen leit“ auf der Bühne.

Die "Mama“ ist eine dieser Frauen, die sich ihr Leben lang für ihre Männer aufgeopfert haben, erst für den Gatten, dann für den Sohn. Die unter ihrem fremdbestimmten Leben zwar leiden, es aber hinnehmen wie ein Naturgesetz oder eine chronische Krankheit. "A Frau / deaf si ned / um si söba schean. / A Frau / deaf si ned / gengan Haushoid wean.“

Ihr "Bua“ ist eines dieser ausgewachsenen Muttersöhnchen, die Mamas Fürsorge unfähig gemacht hat, ein selbstständiges Leben zu führen. Natürlich wohnt er noch zu Hause, schon das Aufstehen in der Früh fällt ihm schwer. "Und wauni afoch lignbleibad? / I frog mi / Wos kenndads n duan? Wauni afoch lignbleibad?“

Die "Frau“ wäre auf dem


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