"Ich will mich nicht verstecken“

Stadtleben | Porträt: Georg Eckelsberger | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Organisierter Aufstand und Kritik: Andreas Krisch macht gegen die Vorratsdatenspeicherung mobil

Natürlich weiß ich, wie ich der Vorratsdatenspeicherung entgehen könnte“, sagt Andreas Krisch. "Aber wenn man sein Verhalten deswegen ändert, haben die Überwachungsbefürworter schon gewonnen.“ Schwarzer Anzug, graues T-Shirt, das Haar schütter, sitzt Krisch, 42, in seinem Büro an der Westbahnstraße. Er beschäftigt sich hauptberuflich mit Datenschutz, berät Versicherungen, wie am besten mit vertraulichen Kundendaten umzugehen ist. Nebenbei ist er politisch aktiv.

"Man muss kein Experte sein, um sich zu verstecken“, sagt Krisch. "Es reicht, sich einen der kleineren Internetanbieter auszusuchen. Die sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, den Behörden Auskunft zu geben. Aber will man sich verstecken?“ Krisch will nicht und kämpft deshalb seit Jahren gegen Eingriffe der Behörden in die Privatsphäre. In seinem Verein Arbeitskreis Vorrat hat er eine breite Allianz von Unterstützern.


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