Im Fleischhimmel

Stadtleben | Gerichtsbericht & Fotos: Irena Rosc | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Reifung im Schongang: Rindfleisch, das rockt - Manfred Höllerschmid macht so was

Dass er aussähe, wie man sich einen Fleischhauer gemeinhin vorstellt, lässt sich von Manfred Höllerschmid, 47, nicht behaupten. Der Sohn eines Fleischerehepaares aus Etsdorf am Kamp hätte gerne Welthandel studiert. "Als Kind bin ich im Betrieb meiner Eltern zwischen dem Fleischverkauf und dem Schlachten der Tiere einfach so mitgelaufen“, erzählt Höllerschmid. Später musste er sich den Besuch der Handelsschule schwer erkämpfen. Aus dem Studium wurde jedoch nichts: Die Eltern bestanden auf seiner Ausbildung zum Fleischhauer.

Mit vielen jungen Leuten zusammen zu sein, hätte ihm gut gefallen. Während der Lehrzeit im elterlichen Betrieb fühlte er sich nämlich oft einsam: "Wenn ich den Morgenzug mit den Schülern abfahren hörte, habe ich geweint“, erzählt er heute noch mit einem Anflug von Traurigkeit. "Die Arbeit mit den lebenden Tieren, die zum Schlachten angeliefert wurden, habe ich gerne gemacht,


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