Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Hair-Flip

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 04/12 vom 25.01.2012

Weltweit anerkannt sind die untrüglichen körpersprachlichen Zeichen, wenn sich das menschliche Weibchen für eine Paarung zu erwärmen beginnt. Die Objekte ihrer Begierde verzeichnen als erste zarte Zuneigungsbewegung den sogenannten Hair-Flip: Das menschliche Weibchen hebt eine Hand und fährt sich mit den Fingern durchs Haar. Konkretes Interesse gibt es dann beim Head-Toss. Der Kopf geht nach hinten, sodass das menschliche Weibchen kurz zur Decke schaut, dann geht der Kopf wieder zur Ausgangslage zurück. So steht’s im Internet. Und es wird wohl schon stimmen.

Daher bin ich ein Allround-Gschlampn sagenhaften und wahrscheinlich unerreichbaren Ausmaßes. Hab’s beobachtet. Ich hairflippe bei der Obstverkäuferin am Markt. An der Supermarktkassa. Beim Schwarzkappler. Ich headtosse sogar richtig, wenn der Briefträger den ewigen lahmen "Schon wieder Montag“-Witz macht. Ich hairflippe beim Bankgespräch. Und beim Autofahren. Nur so. Und ich entdeckte einen mir auch völlig unbewussten Fetisch. Weil letztens hairflippte ich unten an der Mülltonne, als der Mistsack drin war. Ich Sau.


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