Burning Down the House, Cycling Down the Street

Politik | Rezension: Sibylle Hamann | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Der Musiker David Byrne beweist, dass Popstars auch nachdenken und Rad fahren können: Seine Analysen des urbanen Alltags sind ganz fein

David Byrne scheint ein sympathischer, intelligenter, normaler Mensch zu sein. Das ist eigentlich schon ziemlich viel für einen Popstar. Außerdem, verrät er uns, ist er schüchtern. Deswegen hat er, seit er in den 80er-Jahren mit den Talking Heads rund um den Globus tourte, auf Reisen stets ein Faltrad im Gepäck dabei. Das trug er heimlich an der Rezeption vorbei ins jeweilige Hotelzimmer, schraubte es dort zusammen, schlich sich raus aus den Hotellobbys, weg von Verpflichtungen und PR-Terminen, rein ins lokale Leben.

Dass das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel für Menschen ist, die schüchtern, aber dennoch weltoffen sind - diese Idee ist neu und bei genauer Betrachtung bestechend logisch. Das Fahrrad ist etwas Vertrautes, an dem man sich anhalten kann, während man sich der Fremde aussetzt. Es erlaubt einem, sich von A nach B oder auch völlig ziellos


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