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Politik | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Bücher, kurz besprochen

Die linke Hälfte der Macht

Anton Benya, so legendärer wie langjähriger Gewerkschafts-, Nationalrats- und Rapid-Präsident, prägte über Jahrzehnte die Zweite Republik. Zehn Jahre nach seinem Tod ist eine Biografie über jenen Mann erschienen, der bis heute als sozialdemokratisches Gesicht der Sozialpartnerschaft gilt. Die Salzburger Historikerin Lieselotte Douschan porträtiert den gelernten Elektromechaniker als bescheidenen Menschen und Pragmatiker, der mit Kanzler Bruno Kreisky für Vollbeschäftigung eingetreten ist.

Ein Mann der Theorie sei Benya nie gewesen, schreibt die Autorin. Er warf den Gegnern des geplanten Kraftwerks in Hainburg vor, dass diese "Umweltfanatiker“ meist im Kaffeehaus und nicht in den Bergen zu finden wären. Im Kapitel über Hainburg zeigt sich auch ein Manko der Biografie: Sie konzentriert sich zu sehr auf den Nachlass Benyas, andere Quellen werden kaum berücksichtigt. Dennoch: Wer über das Innenleben der Sozialpartnerschaft lesen


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