"Du bist jetzt das Alpenmädel!“

Interview: Ruth Eisenreich Sibylle Hamann | Medien | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Die große Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, 80, über Kommunismus, Adel, Machos und ihre Heimat

Adelsspross, Flüchtlingskind, Chronikreporterin, Korrespondentin, Osteuropa-Expertin, Deutschlehrerin, Vermittlerin zwischen Kulturen: Barbara Coudenhove-Kalergis bewegtes Leben ist eng mit der mitteleuropäischen Zeitgeschichte und der des österreichischen Journalismus verknüpft. Zu ihrem 80. Geburtstag lud sie den Falter zum Interview.

FALTER: Frau Coudenhove-Kalergi, mit welchen Gefühlen haben Sie die Pelinka-Debatte verfolgt?

Barbara Coudenhove-Kalergi: Fragts mich nicht über den ORF! Mich langweilt der ORF. Ich schau wenig fern, und wenn, dann den "Tatort“.

Dann reden wir nicht über den ORF heute, sondern über die Zeit, als Sie aus Osteuropa berichtet haben.

Coudenhove-Kalergi: Ich wäre nie zum Fernsehen gegangen, wenn nicht der ORF die größte Orgel gewesen wäre, mit dem meisten Geld, wo man in der Welt herumfahren kann. Das war immer mein Traum. Bei der Tageszeitung, meinem

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