"Welche Kurzweil!“

Feuilleton | Empfehlung: Klaus Nüchtern | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

"Große Erwartungen“ sind nur allzu berechtigt: Charles Dickens’ Bildungs-, Gesellschafts- und Schauerroman liegt in einer großartigen Neuübersetzung vor

Das Dickens-Jahr 2012, in dem England den 200. Geburtstag seines populärsten Romanciers feiert, hat sich erwartungsgemäß nicht an den Kalender gehalten. Noch vor Silvester strahlte BBC 1 eine neue, dreiteilige TV-Verfilmung der "Großen Erwartungen“ aus, über die sich ranke Twentysomethings mit gewissenhaft verstrubbelten Folkvollbärten in den Boutiquen von Chelsea noch eine Woche später unterhielten.

Nun hat nicht jedes Land so filmkompatible Dichter wie Dickens, aber die nationale Traditionspflege und das Interesse, das dieser entgegengebracht wird, ist schon beeindruckend. 1999 kam eine Fernsehfassung mit Charlotte Rampling als Miss Havisham heraus (nun verkörpert von Gillian Anderson), weitere Serien datieren von 1981, 1967 und 1959.

Daneben gibt es ein halbes Dutzend Verfilmungen, angefangen von David Leans Adaption von


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