Die Schönheit der schimmelgrünen Tapete

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Der Agentenfilm "Dame König As Spion“ zelebriert den Siff und die Düsternis der Ära des Kalten Krieges

Ihnen ist niemand gefolgt?“ lautet der erste Satz im Film. "Sie können niemandem mehr vertrauen“ der zweite. Spätabends hat Control, der Chef des MI6, einen seiner Leute zu sich nach Hause gebeten, um ihn mit einer delikaten Mission zu betrauen: Jim Prideaux soll nach Budapest fliegen, einen Informanten treffen und die Identität jenes Maulwurfs lüften, der von den Sowjets vor über 30 Jahren eingeschleust wurde - und der sich mittlerweile bis in die Führungsetage des britischen Auslandsgeheimdienstes durchgegraben hat.

Oder besser wohl: durchgegraben haben dürfte. Denn es ist nicht gewiss, dass es diesen Doppelagenten tatsächlich gibt und es sich nicht bloß um das Hirngespinst eines kurz vor der Pensionierung stehenden Beamten handelt. Doch spätestens als die Operation in Budapest in einem Desaster endet und Prideaux der Gegenseite in die Hände fällt, ist der Beweis erbracht,


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