Kinderbuch der Stunde

Ein Bub will nach oben

Feuilleton | Isabella Grossmann | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Fleiß, Anstand und Disziplin sind nicht gerade Eigenschaften, die in heutigen Kinderbüchern als erstrebenswert propagiert werden. Genau diese Tugenden begründeten aber die Karriere eines der beliebtesten englischen Schriftsteller. Charles Dickens’ Geburtstag jährt sich am 17. Februar zum 200. Mal, seine armselige Kindheit verarbeitete er in vielen seiner Bücher, die autobiografischsten Elemente enthält sein 1849 erschienener Roman "David Copperfield“.

Dickens Tochter Kate widmete ihrem berühmten Vater einen liebevollen Bericht über das Zusammenleben mit ihm, bedauerte aber, dass er zu viele Kinder hatte, denn alle seine Romanfiguren eroberten sich zumindest zeitweise auch einen Platz in Gads Hall, dem herrschaftlichen Haus, das Dickens für sich und seine große Familie errichten ließ. So wie Dickens muss auch David Copperfield erst haufenweise Widerstände überwinden, die seinen Glauben an das Gute aber nicht erschüttern können.

David wird, nachdem seine Mutter noch einmal


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