Überhaupt nicht einheitsgrau

Stadtleben | Ausstellungsbesuch: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Das Wien Museum zeigt mit der Sammlung Katarina Noever "Mehr als Mode“ - und eine ziemlich bunte Stadt

Früher, erzählt Katarina Noever, und ihre schwarzen Augen funkeln, sei sie in der Ballsaison oft um zwei Uhr in der Früh noch auf einen Ball gegangen und habe eine Stunde lang Walzer getanzt. "Da brauchte man keine Eintrittskarte.“ Heute tragen Kleiderpuppen Noevers Tanzkleider von einst: Das Wien Museum zeigt, was damals schick war. Das ist erstaunlich zeitlos.

Anfang der 60er-Jahre begann Noever mit dem, was man heute "Modeln“ nennt. 15 war sie damals, hatte "eine Figur wie ein Bub“ und ließ sich für einen Salzburger Hosenproduzenten fotografieren. Für eine kleine Gage; die Hosen gab’s geschenkt.

Kurz darauf, mit 17, 18, reiste sie als Mannequin (so hießen damals die Models) fürs Österreichische Modesekretariat durch die Welt. Oft waren die Kleider, in denen Fotografen sie ablichteten, auch Teil des Honorares. Noever, 1945 als Katarina Sarnitz in Ramsau am Dachstein geboren


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