Literatur und Jazz verbünden sich wieder

Lexikon | aus FALTER 05/12 vom 01.02.2012

Jazzwerkstatt Graz und manuskripte machen Short Cuts

Jazz und Lyrik, ein Kulturformat aus längst vergangenen Zeiten. Aber es ist ja ein Paradigma unserer Zeit, dass ohne Rückgriff auf die Vergangenheit und dem entsprechende Modifikationen gar nichts mehr geht.

Wenn nun diese Woche die steirischen Literaten Andrea Stift und Clemens J. Setz gemeinsam mit den Musikern Skoruba/ Fennes und dem Michael Lagger Trio im Rahmen von Short Cuts auf der Bühne stehen, dann hört man nicht Jazz und Lyrik, sondern Jazz und Prosa.

Okay, vielleicht kein Innovationsbrüller, aber das Format ist eine Sache, die mitwirkenden Künstler eine andere: Setz ist derzeit einer der erfolgreichsten Grazer Autoren, sein Roman "Frequenzen“ sorgte für Aufsehen, zuletzt erhielt er für "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ den renommierte Leipziger Buchpreis.

Andrea Stift ist neben ihrer literarischen Tätigkeit ("Reben“, "Klimmen“) auch Redakteurin der Literaturzeitschrift manuskripte, anlässlich des 80. Geburtstages ihres Chefs Alfred Kolleritsch hat sie zu seinen Ehren voriges Jahr gemeinsam mit Andreas Unterweger "Das schönste Fremde ist bei dir“ bei Droschl herausgegeben. Ob sich die flankierenden Musiker der jüngeren heimischen Jazzgeneration vorher in die Werke einlesen? TS

Orpheum, Graz, Fr 20.30


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