Kolumne  Außenpolitik

Chaos, Bürgerkrieg, Islamismus: der harte arabische Winter


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Ein chaotisches Machtvakuum in Ägypten; Bandenkämpfe im befreiten Libyen; blutige Repression kombiniert mit den Anfängen eines konfessionell geprägten Bürgerkrieges in Syrien. Einzig Tunesien, Ausgangspunkt der Revolutionsbewegung, ist dabei, über eine frei gewählte konstituierende Versammlung ein parlamentarisches System aufzubauen. Die Allmacht der Diktaturen ist gebrochen. Aber der arabische Frühling erlebt einen harten Winter.

Entscheidend für das Schicksal der arabischen Revolution wird der Ausgang des Kräftemessens in Ägypten sein. Wirtschaftlicher Niedergang und enttäuschte Hoffnungen prägen die Stimmung am Nil. Dem herrschenden Militär in Kairo stehen spontan agierende Massen gegenüber. Gewaltorgien von Schlägertruppen, Polizei und Armeeeinheiten folgen ebenfalls keinem gezielten Plan.

Die Muslimbruderschaft, die an den Urnen erfolgreich war, hält sich im Hintergrund, weil sie ihre Rolle als zukünftige zivile Führung des Landes nicht gefährden will.

Revolutionswirren

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