Das Dilemma der Durchschnittsfalle

Politik | Rezension: Sibylle Hamann | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Markus Hengstschläger macht aus einem einzigen Gedanken einen Bestseller. Eine Leistung, für die man ein ganz spezielles Talent braucht

Oja, Markus Hengstschläger hat einen interessanten Gedanken formuliert. Angenommen, Ihr Kind kommt mit einem Einser und mehreren Vierern im Zeugnis aus der Schule nach Hause. Worüber werden Sie - und die Lehrer, die Lehrerinnen - mit dem Kind reden, und womit wird es sich in den kommenden Monaten beschäftigen müssen? Wahrscheinlich nicht mit jenem Fach, in dem es besonders gut ist ("da reicht es eh“), sondern mit seinen Schwächen.

Ein dramatischer, folgenreicher Fehler, wie Hengstschläger meint. Ein Fehler, der uns dran hindert, das in unserer Gesellschaft schlummernde Talent zu entdecken, zu fördern und bestmöglich auszuschöpfen.

Mit diesem Gedanken hat Hengstschläger sicher Recht. Es ist großartig, dass der Genetiker und rührige Bestsellerautor ihn in die verfahrene Bildungsdebatte eingeworfen hat, und wir dürfen ihm dankbar sein, dass er


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