"Ein Kapitän soll auf passen, wohin er fährt“

Feuilleton | Interview: Claus Philipp | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Autor, Fernseh- und Filmemacher Alexander Kluge über Stürze, Schiffsunglücke und andere Aufmerksamkeitsdefizite

Am 14. Februar feiert Alexander Kluge seinen 80. Geburtstag. Vor 50 Jahren erschien sein erstes Buch, "Lebensläufe“. Gerade ist bei Suhrkamp "Das fünfte Buch. Neue Lebensläufe“ mit einer Fülle kurzer Erzählungen und Eindrücke erschienen. Mittendrin: ein Foto, das den Autor und Fernsehproduzenten nach einem Sturz schwer lädiert zeigt.

Falter: Beginnen wir mit einer der 402 Geschichten aus Ihrem jüngsten Werk: "Sturz nach einem Tag mit zu vielen Eindrücken“.

Alexander Kluge: Diesen Tag und diesen Sturz hab ich erlebt.

Sie sind da an der Central Station in New York und treffen zufällig Richard Holbrooke.

Kluge: Es hat mich überrascht, dass er da völlig ungeschützt vor einem Fahrkartenschalter stand. Immerhin war Holbrooke der US-Verhandlungsführer in Bosnien, der sich dort Feinde gemacht hat. Vielleicht sind ja noch Attentäter auf seiner Spur. Später wurde er


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