Zerzauste Popsongs im Discopelz

Feuilleton | Porträt: Florian Obkircher | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Das Londoner Trio We Have Band macht Dancepop mit Nerdbrillen-Charme - und ist fast zu nett, um wahr zu sein

Sie kichern, plappern aufgekratzt durcheinander und bestellen Milchkaffee. Und das am Freitagabend, wo in London traditionell das After-Work-Bier fließt. We Have Band sind eben anders. Eine Antirockband, nett, aufmerksam, höflich.

Thomas Wegg-Prosser erkundigt sich gleich zu Beginn, ob es im Pub eh nicht zu laut sei, und sein Kollege Darren Bancroft fragt interessiert, wer heuer beim Kremser Donaufestival spiele. Schließlich habe man sich einst total in Krems verliebt: "Was für ein idyllisches, kleines Städtchen. Wir möchten da unbedingt wieder spielen!“

Dabei hatte das Londoner Trio beim Donaufestival 2009 keine leichte Aufgabe. Nach einer hypnotischen Konzertmesse von Spiritualized lag es an We Have Band, das Festivalpublikum zurück ins Diesseits zu holen. Es ist ihnen eindrucksvoll gelungen - mit Synthiepop als Aufputschmittel.

Zerzauste Popsongs im Discopelz und Tanzmusik


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