Ohren auf  Sammelkritik: 4 CDs, prallvoll mit Bob-Dylan-Coverversionen

Niemand singt Dylan wie Dylan

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Man muss kein Dylanologe sein, um zu wissen: Niemand singt Bob Dylan wie Bob Dylan. So hartnäckig sich das Gerücht auch hält, dass er gar nicht singen könne, so falsch ist es. Natürlich ist der vermutlich größte Liedermacher aller bisherigen Zeiten mehr ein zynischer Worte-Ausspucker als ein gediegen phrasierender Sänger, aber genau darin liegt ja eine der zentralen Qualitäten seines so reichhaltigen Schaffens.

Bob Dylan mag neben den Beatles der meistgecoverte Popkünstler überhaupt sein, und anders als bei den Beatles mögen diese Coverversionen kommerziell teils auch mehr Erfolg als die Originale gehabt haben. Interessanter oder gar besser als die Vorlage war aber kaum je eine Interpretation. Jetzt liefern 72 (!) Versuche die Probe aufs Exempel. "Chimes of Freedom. The Songs of Bob Dylan“ (Universal) ist ein Benefizprojekt für Amnesty International, das eins und eins schlüssig zusammenzählt: Bob Dylans Debütalbum feiert heuer seinen 50. Geburtstag, die Menschenrechtsorganisation


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