Urbanes Betragen

Stadtleben | aus FALTER 06/12 vom 08.02.2012

Benimmfibel für Großstadtmenschen (51)

Herr N. fragt, ob es legitim ist, sich daran zu stören, wenn Rucksackträger diesen trotz Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht abschnallen?

Selbstredend haben Sie, lieber Herr N., alles Recht der Welt, sich am Egoismus Ihrer Mitmenschen zu stören. Fraglich ist nur, ob es Ihnen hilft oder auf Dauer zu Magengeschwüren führt. Natürlich kennt man die Passagiere, die sich mit prallvollem Rucksack am Rücken in eine noch prallvollere U-Bahn/Straßenbahn, einen Bus etc. drängen und allen Mitfahrenden in ihrem Umkreis bei jeder Bewegung - und deren sind es zumeist viele - besagtes Gepäcksstück unaufhörlich in den Körper rammen. Weist man sie darauf hin, drehen sie sich mehrmals fragend um, woraufhin sie weitere Passagiere stoßen, um dann kopfschüttelnd die Bitte, den Rucksack abzunehmen und zwischen die Beine zu stellen, zu ignorieren. Was tun? Weiterhin bitten und hoffen!

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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