Musiktheater Premiere

Telemach findet Odysseus, der "bezirzt“ wurde

Lexikon | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Christoph Willibald Gluck war der große Opernreformer, dem auch die Komponisten der Klassik in Wien und Eisenstadt nacheiferten. "Telemaco“ (Libretto: Marco Coltellini) hat demnächst im Theater an der Wien Premiere. Die Oper wurde für die Hochzeit des Kaisers Joseph II. komponiert, hielt sich aber nicht auf den Spielplänen. Zu Unrecht, weiß René Jacobs: Circes Geisterbeschwörung, die Ähnlichkeiten mit der Königin der Nacht aufweist, hält er für modernste Musik. Circe verkörpert Archaisches, auch das Matriarchat, Telemaco die neue Welt, Ulisse, den Circe liebt, Patriarchat und Krieg. "Aber wie Mozart liebt Gluck alle seine Figuren“, sagt Jacobs. Akribisch hat er die Notation ergänzt und überarbeitet, auf Ballett wird verzichtet, nicht aber auf Ballettmusik. Penelope ist eine Schauspielerin. HR

Theater an der Wien, Premiere So 19.00


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