Kunst Tipp

Einweckglasplaneten im schwarzen Loch

Lexikon | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Der slowakische Künstler Stano Filko (Jg. 1937) präsentiert unter dem Titel "Tranzscendenteaoq 5.4.3.D = Metodika = Intellingenteaoq“ seine seit Jahrzehnten entwickelte Privatkosmologie. Auf dem Gehsteig vor der Galerie zeigen farbige Pfeile die Himmelsrichtungen an. Auf Plexiglasscheiben montierte der Künstler kreisförmig Deckel von Einweckgläsern, sodass ein Planetenmodell entsteht. Die Farben der Scheiben verweisen wiederum auf bestimmte Kategorien, nach denen der Kosmos geordnet ist. Auch der Zustand des Vakuums beschäftigt den genialischen Weltenbastler. Ein in den Galerieboden gegrabenes "schwarzes“ Loch stellt den "leeren Raum“ dar, über den sich der Künstler in der Nachfolge antiker Naturphilosophie den Kopf zerbricht. MD

Galerie Emanuel Layr, bis 17. 3.


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