Seinesgleichen geschieht  

Sparen im Gleichschritt: das Sparpaket als politische Selbstaufgabe

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Zwei Sanierungsfälle, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Geschnürt haben beide ihre sogenannten Sparpakete. Die einen schnüren sich die Luft ab, die Griechen nämlich, die anderen, die österreichischen Regierungsparteien, schnüren um das koalitionäre Gegenüber wie zwei Kater in der Mondnacht; hier gibt es nicht einmal heißen Brei, dort brennen die Straßen.

Der härteste Kernpunkt der Plüsch-Sanierer-Bemühungen: Das reale Pensionsalter soll in den nächsten Jahren um ein Jahr ansteigen. Ein ganzes Jahr! Das halb beifällige, halb abwinkende Ja-aber der Experten hatte die Donnerkraft einer implodierenden Wattewolke. Das mediale Publikum fiel in Paketmetapherntrance.

Ja, Österreich hat sein Sparpaket beschlossen, das beamtete Urgestein war langlaufen und wurde per Telefon auf dem Laufenden gehalten. Tu felix Austria, andere mögen verhandeln, wir werden nachverhandeln! Ökonomische Einschätzungen lesen Sie auf den Seiten 6 und 12, hier geht es um politische Stilkritik. Wie

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige