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Politik | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Streit um Dollfuß-Ehrengrab Nach der Rehabilitierung der Opfer des Austrofaschismus fordern die Grünen, dass der Ständestaat-Kanzler Engelbert Dollfuß sein Ehrengrab am Hietzinger Friedhof verlieren soll. "Der Nationalrat hat jetzt gesetzlich verankert, dass der austrofaschistische Ständestaat Unrecht war. Ein Ehrengrab für den Diktator eines solchen Regimes ist untragbar“, sagt der grüne Bezirks-chef Johannes Stöckler. Er bringt am 29. Februar einen Aberkennungsantrag im Bezirksparlament ein. Hietzings ÖVP-Klubchef Andreas Schöll und SPÖ-Kollege Friedrich Unterwieser möchten hingegen abwarten, bis der Endbericht der Historikerkommission der Stadt Wien vorliegt, die den Zeitraum von der Ersten Republik bis 1945 wissenschaftlich aufarbeitet.

6000

Euro Entschädigung muss der Ex-FPÖ-Abgeordnete Werner Königshofer dem Kriminalbeamten und Datenforensiker Uwe Sailer zahlen. Königshofer hatte behauptet, Sailer habe in dessen Namen ein Mail an die Neonazihomepage Alpen-Donau-Info gemailt, und wurde - nicht rechtskräftig - wegen übler Nachrede verurteilt.

Zweifelhafte Therapien Nachdem ehemalige Heimkinder Vorwürfe erhoben haben, an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien bewusst mit Malaria infiziert worden zu sein, soll eine eigene Kommission zweifelhafte Behandlungsmethoden nach 1945 wissenschaftlich aufarbeiten. Die Universität hat für Betroffene unter 01/404 00-3568 eine Hotline eingerichtet.


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