Protokoll einer Dienstbesprechung

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Dem Falter liegen streng vertrauliche Dokumente aus dem Justizministerium vor. Die Akten zeigen, wie das schwarze Innenministerium den Staatsanwalt im Fall Grasser im Stich gelassen hatte

Niemanden muss Karl-Heinz Grasser so fürchten wie Gerald Denk. Der junge Jurist werkt im Schatten eines wuchernden Berges von Akten, die von der Gier einer politischen Kaste erzählen. Gerald Denk ist der Staatsanwalt in der Causa Grasser.

Denk ließ den Exfinanzminister observieren, er las dessen Mails, öffnete seine Konten, hörte 7300 Telefonate auf acht Wertkartenhandys ab. Kein Beamter kennt den Exfinanzminister so wie er.

Ein Sprecher des Justizministeriums kam sogar einmal auf die Idee, Denk der Öffentlichkeit im Gratisblatt Heute vorzustellen. Es sollte Schluss sein mit den Vorwürfen, die Justiz sei faul. Denk sollte als Held im Kampf gegen die Korruption vermarktet werden. Denks Vorgesetzte rieten energisch ab. Keine Fotos, keine Homestorys. Ein Staatsanwalt soll im Hintergrund bleiben.

Die Entscheidung


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