Terror aus der Mitte unserer Gesellschaft

Politik | Rezension: Matthias Falter | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Zwei Sammelbände stellen die Frage, inwiefern die Gründe für die Anschläge von Norwegen in unserer Alltagskultur zu finden sind

Als am 22. Juli 2011 eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel explodierte und Anders Behring Breivik kurz darauf auf der nahegelegenen Ferieninsel Utøya 69 Jugendliche ermordete, wurde der Angriff zuerst als Tat eines islamistischen Terrornetzwerks interpretiert. Die Verhaftung des Attentäters Breivik sowie sein Manifest machten jedoch deutlich, dass es sich hier um "homegrown terrorism“ im buchstäblichen Sinn handelt - um Terror, dessen Wurzeln in der Mitte der Gesellschaft zu suchen sind.

Zwei aktuelle Bücher setzen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Ideologie und Kontext von Breiviks Untergangsfantasien sowie den Reaktionen auf das Massaker in Norwegen auseinander und kommen zu durchaus ähnlichen Ergebnissen.

Breivik und wir

Im Buch "Vorboten der Barbarei“ beleuchten die Autoren die gesellschaftlichen Zusammenhänge und politischen Tendenzen,


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