Nachgesehen  

Politik | Birgit Wittstock | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Die Seestadt Aspern: noch nicht gebaut, und schon im Wanken

Sie ist das Prestigeprojekt der Stadtregierung und eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas: Österreichs erste gänzlich konstruierte Kleinststadt, die gegenwärtig auf dem ausgedienten Flugfeld Aspern im Nordosten Wiens wächst. Der Masterplan will innerhalb von rund 20 Jahren den urbanen Traum eines perfekten und allen Bedürfnissen gerecht werdenden Stadtteils wahr werden lassen.

Kaum ist schweres Gerät in der Donaustädter Einöde aufgefahren und gräbt erste Löcher, erhebt Gerda Hartl, Verkehrswissenschaftlerin der TU Wien, fundamentale Kritik. "Nach den Ergebnissen der Space-Syntax-Analyse ist die Verbindung zwischen dem Nordteil der Seestadt mit der geplanten Einkaufsstraße und dem Südteil mit dem Wissensviertel durch die verwinkelte Führung der östlichen Seepromenade unzureichend gelöst. Die Schlussfolgerung ist, dass wenig Bewegung in dieser Achse stattfinden wird“, sagt Hartl.


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