Nachgetragen  

Politik | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wie die Behörde einer Kultureinrichtung das Genick bricht

Ingrid Brodnig

Eine kleine Lampe könnte das Ende einer Wiener Kultureinrichtung bedeuten. Der Ragnarhof muss 6000 Euro Strafe zahlen, weil vor seinem Eingang die falsche Beleuchtung hing. "Es ist total skurril. Wir wurden mit 6000 Euro abgestraft, weil diese Lampe nicht für den Außenbereich geeignet ist“, sagt Thomas Heimel, einer der Leiter des Ragnarhofs.

Für den Kulturbetrieb im 16. Wiener Gemeindebezirk, der Ausstellungen und Konzerte veranstaltet, ist dies existenzgefährdend. Schon länger liegt der Ragnarhof im Clinch mit dem magistratischen Bezirksamt, konkret der Gewerbebehörde. Da im Ragnarhof auch Getränke ausgeschenkt werden, braucht die Kultureinrichtung eine Betriebsanlagegenehmigung. Doch das Verfahren hierzu zieht sich seit Jahren. "Die Behörde bricht uns das Genick“, sagt Heimel, "dauernd werden uns für Kleinigkeiten extrem hohe Strafen ausgestellt.“


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