Rasterfahndung

Feuilleton | Bericht: Matthias Dusini | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Hilfe und Plage zugleich: die Geschäfte der Verwertungsgesellschaft bildender Künstler (VBK)

Wenn die Macht spricht, strahlt im Hintergrund die Kunst. Bundeskanzler Werner Faymann posiert vor einem abstrakt-geometrischen Gemälde von Esther Stocker, Vizekanzler Michael Spindelegger bevorzugt die expressive Erni Marihart. Kunst verbessert die Bildkomposition und verleiht Prestige.

Wenn sich Politiker oder Unternehmer vor Leinwänden in Szene setzen, spitzt Günter Schönberger die Ohren, denn dann klingelt beim Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft bildender Künstler (VBK) die Kasse. Die VBK treibt die Gebühren für Kunstwerke ein, die vervielfältigt werden. Das kann in den TV-Nachrichten geschehen oder im Copyshop, auf T-Shirts oder im Weblog. Künstlern verschafft die VBK ein Zubrot. Kunsthändler und Verleger sehen in ihr einen Plagegeist, der an den Interessen der Künstler vorbei agiert.

1977 gründeten Künstler, Fotografen und Designer aus dem Umfeld des Wiener Künstlerhauses

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