7  Sachen die Sie über die KARLSPLATZPASSAGE eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Die neuen Tapeten in der Karlsplatzpassage kennt man doch. Woher?

Es handelt sich um ein Netzwerk aus computergenerierten Röhrenformen, die die Grenzen der Architektur auflöst und mit ihren dynamisch verspannten Strukturen zugleich auf die Transferfunktion des Zwischengeschoßes für die Passanten anspielt.

Klingt nach großer Kunst!

Es handelt sich um ein Werk des Wiener Künstlers Peter Kogler, das von der kommunalen Einrichtung Kunst im öffentlichen Raum (Kör) in Auftrag gegeben wurde.

Aha, ist das der Ameisen-Kogler?

Wenn sie auf seine Beschäftigung mit der Mediatisierung und Technologisierung unserer Gesellschaft anspielen, für das er in seinem Frühwerk das piktoriale Vehikel Ameise verwendete, dann ja.

Gibt es nicht schon sehr viel Kogler im öffentlichen Raum?

Im Keller des Café Korb hängt ein Werk dieses Grenzgängers zwischen Architektur und Ortsspezifik. Auch das Treppenhaus des Dorotheums wurde durch seinen Eingriff semantisch hinterfragt. Eine weitere Intervention tätigte der Künstler in der Kunsthalle Krems, deren Stiegenhaus er gewissermaßen dematerialisierte. Nun öffnet er sich einer breiteren Rezipientenschicht.

Und der Bahnhof in Graz?

Bingo! Das im Zuge eines Festivals installierte Werk wurde wegen großen Erfolgs dauerhaft installiert - eine Perpetuierung des Ephemeren.

Was beim Karlsplatz wohl nicht der Fall sein wird, oder?

Doch!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige