Prost!  

Über biologischen Biergenuss. Drei Sorten im Vergleich

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Biobier

Stadtleben | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Biertrinken ist eine existenzielle Angelegenheit. Um die körperlichen Nebenwirkungen, die mit dem "missbräuchlichen“ Konsum einhergehen, möglichst gering zu halten, kann schon seit geraumer Zeit auf Bier aus biologischem Anbau zurückgegriffen werden. Zwar hält sich die Auswahl immer noch in Grenzen, aber nach und nach werden sie mehr, diese Biobiere. Da wäre zunächst das in der Kärntner Brauerei Hirter hergestellte, sehr schlicht gehaltene Biobier zu nennen. Mit 4,8 Prozent Alkoholgehalt liegt es tendenziell im unteren Bereich der Bier-Stärkeskala. Es hat eine betont malzige Note und schmeckt ganz nett. Der herbe Einschlag fehlt ein wenig. Die Waldviertler Brauerei Schremser hat gleich zwei biologische Biere im Sortiment. Verkostet wurde Schremser Bio-Roggen. Es ist ein etwas stärkeres Bier (5,2 Prozent), das obergärig gebraut wurde. Das markante Aroma erinnert fast an Weizenbier. Hier wurde eine Bierbrautradition aus dem 15. Jahrhundert wiederentdeckt und angewandt. Lobenswert ist der entschiedene Geschmack, der bestimmt nicht massentauglich ist. Das dritte Bier, das hier besprochen werden soll, ist das aus der Waldviertler Bierwerkstatt Weitra stammende Hadmar. Gerste und Hopfen wurden bestens aufeinander abgestimmt (Alkoholgehalt 5,2 Prozent). Ein milder Geschmack, der einer gewissen Herbheit nicht entbehrt. Benannt ist dieses Bier nach dem Gründer der niederösterreichischen Stadt Weitra - Hadmar II. von Kuenring. Es ist der eindeutige Sieger bei dieser Auswahl. ms


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