"Bloß gewollt, dass Sturm Meister wird“

Steiermark | Prozessbeobachtung: Herwig G. Höller | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Der Prozess gegen Hannes Kartnig geht zu Ende. Ein rechtskräftiges Urteil wird noch lange auf sich warten lassen

Der als Zeuge geladene Frank Stronach, der sich irrtümlich auf die Anklagebank setzte, aber vor allem die Wortgefechte zwischen Anklage und Verteidigung - auch die Verhandlungstage 41 bis 43 des "Kartnig-Prozesses“ - sorgten vergangene Woche am Landesgericht Graz für Turbulenzen. Zunächst schien es, dass die Verlesung von Akten wochenlang dauern könnte. Am Donnerstag kam es zum "Knalleffekt“. Nach dem Plädoyer von Staatsanwalt Johannes Winklhofer machte Kartnigs Anwalt Michael Pacher auf ein Manko der Verfahrens aufmerksam: Da nie überprüft worden sei, ob jene unversteuerten Auto- und Wohnungszuschüsse an Sturm-Spieler geflossen seien, dürfe dieser Sachverhalt nicht gerichtlich verwertet werden. Richter Karl Buchgraber unterbrach und vertagte die Verhandlung.

Bereits seit dem 10. März 2011 läuft das Gerichtsverfahren zur Sturm-Insolvenz des Jahres 2006. Wiederholt


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