Beisl  

Drei Sterne in Jakomini

Der steirische Gourmet

Steiermark | Beisltest: Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 07/12 vom 15.02.2012

Wenn das kein schöner Name für ein neues Lokal ist: To the three leading stars. Der Nigerianer Eventus Chukwunweike Okoli setzt in der Jakoministraße auf ein Publikum, das an afrikanischer Küche interessiert ist und keine Ressentiments gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund hegt. Die Lokalität selbst wirkt nicht sonderlich afrikanisch, wenn man von der nicht zu überhörenden Musik absieht. Die Versatzstücke des früheren "Kangaroo“ sind noch deutlich zu erkennen, viel skurriler kann eine Einrichtung nicht sein. Die Bedienung ist sehr freundlich, eilig sollte man es nicht haben. Die Optik der Speisen ist gewöhnungsbedürftig, der Geschmack hingegen könnte auch Gäste überzeugen, die internationalen Einflüssen sonst tendenziell skeptisch gegenüberstehen. Die Fischsuppe reicht für zwei, auch in Sachen Schärfe. Der Truthahn ist außen knusprig, innen saftig, auch wenn man es ihm nicht ansieht. Und die Kochbananen und der Reis mit Bohnen sind mild gewürzt. Das Ganze ist sicherlich noch ausbaufähig, eine reizvolle Erweiterung des Angebots in einer diesbezüglich nicht verwöhnten Gegend sind die drei führenden Sterne aber schon.

Resümee

Interessantes Experiment, ein sehr entspanntes afrikanisches Beisl im sechsten Bezirk. Die Hauptspeisen kosten rund sieben Euro. Geheimtipp: möglichst weit weg von der Tür sitzen, es zieht.

To the three leading stars, Jakoministraße 28, 8010 Graz, Tel. 0664/547 57 47, Küche Mo-Sa 10-23, So 13.30-23 Uhr


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