Bruder Baum kriegt die Krise

Politik | Analyse: Nina Horaczek | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Gespart wird dort, wo der geringste Widerstand droht: bei der Umwelt. Nicht nur in Österreich

Neun Milliarden Euro für erneuerbare Energien. Schon heute so viel Ökostrom, dass kein Privathaushalt die Luft verpesten muss. Die Energiewende ist - fast - geschafft. Allerdings nicht in Österreich, sondern etwa 140 Kilometer westlich der österreichischen Staatsgrenze.

Während das von einem roten Oberbürgermeister und seinem grünen Vize regierte München der Wirtschaftskrise mit noch mehr Umweltschutz begegnet, wird Österreichs ruckelnde Wirtschaft zum Klimakiller. "Wir haben in den letzten Jahren die Umweltförderungen bewusst ausgedehnt“, sagt Münchens Dritter Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne), "weil das die Konjunktur am stärksten ankurbelt“. Alternative Energien wurden konsequent gefördert und der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) reduziert.

"Die große Chance in der Krise liegt darin, die ohnehin erforderlichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Realwirtschaft


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