"Netzwerke, enger geknüpft als persische Teppiche“

Politik | Porträt: Wolfgang Zwander | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Der Teppichhändler Ali Rahimi ist Liebkind der Wiener Gesellschaft. Nun wird er verdächtigt, geheime Spenden für die SPÖ zu keilen

Die Szene ist so unrealistisch, dass man sie aus jedem guten Drehbuch streichen würde. Ali Rahimi, 47, Wiens bekanntester Netzwerker und jüngst von Peter Hochegger beschuldigt, er würde für die Sozialdemokratie Geld einsammeln, betritt ein Café in der Wiener Innenstadt. Was er nicht wissen kann, keine zwei Minuten zuvor hat ausgerechnet Hochegger mit fröhlicher Miene das Lokal verlassen. Die beiden haben sich nicht gesehen, vermutlich wäre es gar nicht möglich gewesen.

Der, dem diese merkwürdige Koinzidenz aufgefallen war, musste den Schluss ziehen, dass die Millionenstadt Wien eben sehr klein ist. Es zeigt aber auch, dass die Dinge hier oft anders sind, als sie auf den ersten Blick scheinen. Der Falter hat in der Vorwoche berichtet, dass die Staatsanwaltschaft gegen Rahimi wegen Geldwäschereiverdachts ermittelt, weil er den zwielichtigen Lobbyisten


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