Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Otto Scrinzi und der carinthische Popanz im Café Landtmann

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Otto Scrinzi ist neben Jörg Haider ein zweiter Toter, der unter lebenden Kärntnern noch immer Unruhe stiftet. Im Wiener Café Landtmann versammelten sich vergangene Woche an die 50 Journalisten zur Präsentation des Buches "Kärnten liegt am Meer“. Bei der anschließenden Diskussion wurde einmal mehr das komplizierte Wesen der Nordslowenen ergründet; Heimatdienst-Chef Josef Feldner sagte: "Wenn ich in der Vergangenheit jemanden aus der slowenischen Volksgruppe verletzt haben sollte, dann tut es mir, auch wenn der eine oder andere überzeichnet haben sollte, Leid.“

Das Buch, mitherausgegeben vom anwesenden Topdiplomaten Wolfgang Petritsch, beinhaltet die Biografien von 20 deutsch- und slowenischsprachigen Kärntnern aus drei Generationen und unterschiedlichen ideologischen Lagern. Einer dieser 20 Protagonisten ist der jüngst verstorbene rechtsradikale FPÖ-Psychiater Otto Scrinzi. Dass seiner Welt im Buch ein Forum geboten wird, hat zu kritischen Fragen geführt; woraufhin Feldner sagte: "Wenn es um Scrinzi geht, fühle ich mich indirekt angesprochen.“

Diplomat Petritsch wählte zur Einleitung der Veranstaltung die Worte: "Wir müssen weg von diesem carinthischen Popanz.“


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