"Was brauchst du noch - nach den ersten 100 Millionen?“

Feuilleton | Interview: Michael Omasta | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

Der Schauspieler, Sänger und Bürgerrechtsaktivist Harry Belafonte wird 85. Ein Gespräch über Film, Musik, Politik und eine Frage der Moral

Zuallererst, sagt Harry Belafonte über sich, sei er ein Schauspieler. Und zwar einer der größten Schauspieler überhaupt, wie er mit Augenzwinkern hinzufügt. Wie sonst hätte er, Hand aufs Herz, das Publikum auf der ganzen Welt davon überzeugen können, dass er Sänger sei!

Ob als Schauspieler oder Sänger, er hat seine Popularität stets für die gute Sache in die Waagschale geworfen. Belafonte gehörte zu Martin Luther Kings engsten Vertrauten, er kämpfte mit viel Geld und persönlichem Einsatz für die friedliche Durchsetzung der Bürgerrechte. Präsidenten fragten ihn um seinen Rat; Bobby Kennedy und viele andere befolgten ihn.

Im vergangenen Herbst war Harry Belafonte in Wien zu Gast. Beim Filmfestival Viennale, das ihm ein Tribute widmete, stellte er seine Autobiografie "My Song“ und einen packenden Dokumentarfilm über sein Leben und


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