"My Song“ erzählt das Leben des Künstlers und Aktivisten Harry Belafonte

Feuilleton | Michael Omasta | aus FALTER 08/12 vom 22.02.2012

September 1967. Harry Belafonte ist zusammen mit Martin Luther King unterwegs, um Spendengelder für die Bürgerrechtsbewegung zu sammeln. Er singt in Oakland, dann in Houston, schließlich in Baltimore. Dort fällt ihm ein Polizist vor seiner Garderobe auf. Einer von den Typen, die absolut keinen Spaß verstehen. "He wasn’t just white“, so Belafonte. "He was blue-white.“

Spätabends im Hotel überreicht der Portier dem Entertainer ein Kuvert, in dem sechs Patronen und ein Brief stecken: "Ich schicke sie Ihnen“, heißt es da, "weil ich sie nie benützen werde. Als ich Dr. King und Sie heute Abend hörte, wurde mir klar, dass ich bis jetzt der falschen Seite gedient habe. Ich sollte in Ihren Reihen marschieren.“

"My Song“ ist voll von Geschichten wie dieser. In seinen Erinnerungen erzählt Harry Belafonte, zusammen mit Michael Shnayerson, einem Redakteur von Vanity Fair, über seine Karriere als Schauspieler und Sänger. Doch spannender ist die politische Biografie des Entertainers,


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